Der Historische Orden

Der Gründungsimpuls:

So etwas wie einen Ritterorden hat es zur damaligen Zeit noch nicht gegeben und war gänzlich unbekannt. Es gab die Ritter, die kämpften und die Mönche (Geistliche) die beteten, dies war strikt getrennt.

Erst die Kreuzzüge (1. Kreuzzug 1095) ermöglichten diesen Impuls, die Verschmelzung Ritter und Mönch, genannt „Ritterorden“.

Der Historische Orden, mit dem Namen „Pauperes commilitones Christi templique Salomonici Hierosalemitanis“ (Arme Ritterschaft Christi vom salomonischen Tempel zu Jerusalem), fand 1114/15 seine erste Erwähnung in einem Brief an Graf Hugo I. von Champagne, in dem er gewarnt wurde, einer „Militia Christi“ (Miliz Christi) beizutreten, da er noch verheiratet sei. Der Name lässt auf die Anfänge der vorläufigen Gemeinschaft schließen, aus der sich der Templerorden bildete.


Die Gründungsphase:

1118 (1120 nach den neuesten Erkenntnissen)

schlossen sich 9 französische Ritter zu einer Schutzgemeinschaft zusammen. Die Gemeinschaft übernahm die Aufgabe, die Pilger auf ihren Wegen zu schützen und Jerusalem, sowie das Heilige Land, zu verteidigen.

1120

Erfolgte die Anerkennung durch König Balduin II. von Jerusalem beim Konzil von Nablus. Er ermöglichte den Einzug in den Ostflügel des ehemaligen Tempels von Salomon.

1128

Wurde die Verleihung der Ordensregeln beim Konzil von Troyes vorgenommen und damit die Anerkennung des Ordens durch Papst Honorius II.

1147

In der Ordensversammlung in Paris, erteilte Papst Eugen III. die Erlaubnis zum Tragen des roten Tatzenkreuzes auf der Herzseite (als erster Orden überhaupt).

 

Die Groß-Meister:

In den knapp 200 Jahren, in denen der historische Orden direkt wirken konnte, gab es insgesamt 23 Groß-Meister.

1. Hugues de Payns (1118/19 bis 1136)

2. Robert de Craon (1136 bis 1147)

3. Everard des Barres (1147 bis 1152)

4. Bernard de Tromelai (1152 bis 1153)

5. André de Montbard (1153 bis 1156)   

6. Bertrand de Blanquefort (1156 bis 1169)

7. Philippe de Milly (1169 bis 1171)

8. Eudes de Saint-Amand (1171 bis 1179)   

9. Arnaud de Toroge (1179 bis 1184)

10. Gérard de Ridefort (1184 bis 1189)

11. Robert de Sablé (1189 bis 1193)

12. Gilbert Hérail (1193 bis 1200)   

13. Philippe du Plessiez (1201 bis 1209)

14. Guillaume de Chartres (1210 bis 1218)

15. Pedro de Montaigu (1219 bis 1232)   

16. Armand de Périgord (1232 bis 1244)

17. Richard de Bures (1244 bis 1247)

18. Guillaume de Sonnac (1247 bis 1250)

19. Renaud de Vichiers (1250 bis 1256)   

20. Thomas Bérard (1256 bis 1273)   

21. Guillaume de Beaujeu (1273 bis 1291)

22. Thibaud Gaudin (1291 bis 1292)   

23. Jacques de Molay (1292 bis 1314)

 

Der Niedergang:

1307

Verhaftung der Ordensbrüder in Frankreich durch die Soldaten des Französischen Königs, Phillip IV. (der Schöne genannt)

1312

Löste der Papst den Orden mit der Begründung auf, dass der Ruf des Templerordens unwiederbringlich beschädigt wurde.

 1314

Der letzte Groß-Meister wurde am 18. März hingerichtet (in Paris auf dem Scheiterhaufen verbrannt).